Am Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) sind verschiedene, extern geförderte Projekte angesiedelt, über die Sie hier einen Überblick erhalten.
Was bedeutet Transformation und welche Bedarfe haben hierbei regionale Anspruchsgruppen? Wie können Hochschulen gemeinsam mit der Gesellschaft den Wandel gestalten? TransforMA, ein BMBF-gefördertes Projekt unserer Hochschule mit der Universität Mannheim, widmet sich diesen Fragen. Im Teilprojekt Campus-Community-Partnerships werden Bedarfe und Herausforderungen der Stadt und Region durch innovative, dialogorientierte Formate erkundet. Transferakteur:innen und -aktivitäten werden innerhalb und außerhalb der Hochschule identifiziert, wobei Transfer als wechselseitiger Austausch verstanden wird. Ziel ist es, nachhaltige Campus-Community-Partnerschaften zu bilden, die einen kontinuierlichen Austausch zu Risiken und Chancen des Wandels und die gemeinsame Entwicklung möglicher Lösungen fördern.
TransforMA bewegt und gestaltet Transformation in der Region aktiv mit, so das Commitment der Projektleitung der Verbundpartner:innen. „TransforMA wird uns zeigen, wieviel Selbstwirksamkeit Wissenschaft erfahren kann, wenn sie aktiv mit der Gesellschaft und ihren Bedarfen in den Austausch tritt“ (H. Kümper). Um dieses Commitment zu unterstützen, betrachtet das Teilprojekt „Evaluation und Prozessbegleitung“ systematisch die Transferaktivitäten der Teilprojekte und untersucht deren Erfolg anhand gesetzter Ziele. Durch konsequente Erfassung und Evaluation von transferorientierten Maßnahmen werden Synergien geschaffen und positive Spill-Over-Effekte zwischen TransforMA und Hochschule sichtbar gemacht. Dadurch soll eine transferförderliche Kultur entstehen.
Im Rahmen des Projekts unterstützt die TÜV SÜD Stiftung die Weiterentwicklung des Mathematik-Vorkurses der Technischen Hochschule Mannheim. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass der Kurs im Peer-Tutor:innen-Format von Studierenden sehr positiv bewertet wird. Durch die individuelle Betreuung und den intensiven Austausch mit den Peer-Tutor:innen konnten viele Teilnehmende ihre mathematischen Fähigkeiten verbessern und besser vernetzt ins MINT-Studium starten. Die Unterstützung der TÜV SÜD Stiftung wird nun genutzt, um den Präsenzvorkurs zu einem Blended Learning-Format weiterzuentwickeln. Hierbei soll das Präsenzangebot durch einen begleitenden Online-Moodlekurs zur Vor- und Nachbereitung des Vorkurses optimal ergänzt werden.
Mit dem Projekt „New MINTset“ soll die Attraktivität von MINT-Studiengängen durch innovative Formate, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Inhalte mit Bezug zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Fragestellungen gesteigert werden. „HandsOnTech“ erleichtert den Einstieg ins Studium, ein Matching-Portal verbindet Studierende mit Unternehmen, und neue Zertifikate fördern Zusatzqualifikationen. Ziel ist es, MINT-Fächer praxisnah und gesellschaftlich relevant zu gestalten. Dadurch soll sich die Selbstwirksamkeit und die Motivation der Studierenden erhöhen sowie neue Zielgruppen für die MINT-Studiengänge erschlossen werden. Das Projekt entsteht interdisziplinär in Zusammenarbeit mit den Fakultäten E, V, M, N und I und wird gefördert von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Im Rahmen des Projekts wird das digitale Wiki „MAtilde“ – „Mannheim Tipps for Learning and Living in a Digital Environment“ – des Zentrums für Lehren und Lernen der Universität Mannheim auf die Lernplattform unserer Hochschule übertragen und für die Lehrenden der TH Mannheim adaptiert. MAtilde bietet praxisnahe Anleitungen, Videos, Podcasts und Konzepte für interaktive digitale Lehre. Ziel des Transferprojekts ist es, bewährte Materialien zur Unterstützung der Lehrenden beim Einsatz digitaler Elemente in der Lehre zu übertragen und bei Bedarf anzupassen, die Vielfalt von Lehrformaten zu fördern und eine nachhaltige, hochschuldidaktische Kooperation zwischen beiden Hochschulen zu etablieren.
Im Auftrag der Stadt Mannheim erstellt die Fakultät für Sozialwesen, unterstützt durch das ZLL, eine Situations- und Ressourcenanalyse für die Koordinierungsstelle des Mannheimer Bündnisses für ein Zusammenleben in Vielfalt. Als durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" geförderte "Partnerschaft für Demokratie" engagiert sich die Stadt Mannheim, im Rahmen des Bündnisses als Netzwerkplattform von knapp 400 Mannheimer Institutionen und Bündnispartner:innen, für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt und gegen unterschiedliche Formen der Herabsetzung und Diskriminierung. Das Forschungsprojekt analysiert empirisch demokratiegefährdende Tendenzen sowie bestehende Ressourcen und Netzwerke für die Gestaltung eines demokratischen Gemeinwesens in Mannheim. Dabei werden sowohl der sozialräumliche und kommunalpolitische Kontext als auch zivilgesellschaftliche Akteur:innen als Expert:innen in eigener Sache einbezogen. Ziel der Analyse ist es, bestehende Bedarfe zu identifizieren und fundierte Handlungsempfehlungen als Grundlage zur Weiterentwicklung des strategischen Handlungskonzepts der Stadt Mannheim als geförderte "Partnerschaft für Demokratie" zu formulieren.