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Ideas connect:
Zweite Veranstaltung erfolgreich durchgeführt

Das Thema Fake News ist in aller Munde – in sozialen Netzwerken werden Falschinformationen tausendfach geteilt und auch im politischen Streit werden gegenseitig Vorwürfe erhoben, Fake News zu verbreiten. Doch was steckt eigentlich dahinter? 

Warum empfinden Menschen Wahrheit unterschiedlich? Was kennzeichnet eine Lüge, was ist ein Missverständnis, was ist Bullshit und welche Informationen können als wahr bezeichnet werden? Und, wie kann und sollte mit uneindeutigen Informationen umgegangen werden? 

Holger Marcks, Forscher am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ Jena), ging am vergangenen Mittwoch an der Technischen Hochschule Mannheim in seinem interaktiven Vortrag zum Thema „Lüge, Bullshit, Missverständnis? Der politische Streit um Fakten“ der Veranstaltungsreihe Ideas connect des Zentrums für Lehre und Lernen (ZLL), die in Kooperation mit dem Projekt TransforMA stattfindet, diesen und weiteren Fragen nach. 

Ein besonderes Element des interaktiven Vortrags, war die Einladung an die Teilnehmenden – ohne fundiertes Hintergrundwissen bezüglich einer Information – Stellung zu beziehen, ob es sich dabei um die Wahrheit oder eine Lüge handelt. Hierbei wurden zunächst bewusst nur die Videoausschnitte gezeigt, über die später im Netz heftig gestritten wurde, wie zum Beispiel die Geste Elon Musks (ausgestreckter rechter Arm: Zeichen des Dankes – oder ein mutmaßlicher Hitlergruß?) oder Aiwangers Bierzeltrede (Hat Aiwanger abwertend über Geflüchtete geredet?). Hintergrund ist, dass viele Nutzer sozialer Netzwerke Informationen teilen, ohne sie vorher auf deren Wahrheitsgehalt geprüft oder in einen größeren Zusammenhang gesetzt zu haben. Die Teilnehmenden stimmten via Mentimeter ab, einer App für Echtzeit-Feedback während einer Präsentation. 

Anschließend wurden den Teilnehmenden Hintergrundinformation dargeboten und sie wurden eingeladen, zu beurteilen, ob es sich hierbei nun um Lüge, Bullshit, ein Missverständnis oder die Wahrheit handelt. Nicht nur eine Ausdifferenzierung der Antwort „falsch“ war nun möglich, sondern es zeigte sich nach Erhalt kontextualisierender Informationen auch eine andere Antwortverteilung.

Dieses interaktive Element des Vortrags verdeutlichte, wie entscheidend Hintergrundinformationen zur Beurteilung gebotener Informationen sind. Darüber hinaus sind eindeutige Aussagen in manchen Fällen schwierig bis kaum möglich. Anstatt sich also zu Vereindeutigungen hinreißen zu lassen, die ins eigene Narrativ passen, sei es daher angebracht, (scheinbare) Widersprüche anzuerkennen und auszuhalten sowie zuzugeben, dass eine eindeutige Antwort auf die Frage nach der Wahrheit mit den vorliegenden Informationen nicht gegeben werden kann. 

Im Anschluss an den inspirierenden Vortrag, zu dem explizit neben der Hochschulöffentlichkeit auch Interessierte der Stadtgesellschaft eingeladen waren und teilgenommen haben, tauschten sich die Teilnehmenden bei Snacks und Getränken angeregt untereinander und mit dem Experten, Holger Marcks, aus.

Ideas connect ist ein transdisziplinäres Format, das am Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) in Kooperation mit dem TransforMA-Teilprojekt "Campus-Community-Partnerships" entwickelt wurde und einmal im Semester stattfindet. Diese Veranstaltung wurde außerdem gefördert durch das Referat für Technik- und Wissenschaftsethik (rtwe).

In dieser Veranstaltungsreihe erläutern Expertinnen und Experten in thematisch wechselnden Vorträgen interessante Fakten, Hintergründe und Möglichkeiten zu gesellschaftlich relevanten Themen. Die Teilnehmenden können Fragen stellen, eigene Gedanken einbringen und sich austauschen. Perspektivenwechsel und Austausch stehen im Mittelpunkt dieses inspirierenden Abends.

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Ideas connect: Lüge, Bullshit, Missverständnis? Der politische Streit um Fakten
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Mittwoch, 26.03.2025, 17:00 - 19:00 Uhr

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Technische Hochschule Mannheim, Café Sonnendeck, Raum: H 707

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Vortragender: Holger Marcks, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena

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