
Für diese Veranstaltung könnt ihr euch vom 1. September bis zum 11. Oktober beim Zentrum für ethische Fragen des 21. Jahrhunderts (ZEF21) anmelden:
Für “Ideas connect Workshop” könnt ihr 25 UE erwerben (dies gilt für die Fakultäten E, M, S, V und B). In vielen Studiengängen ist der Erwerb von einer bestimmten Anzahl UE (Unterrichtseinheiten) verpflichtend vorgesehen. Mehr dazu erfahrt ihr auf der Seite des Career Centers.
Schreibt euch für den Erwerb von UE bei der Veranstaltung in die Teilnehmendenliste ein.
Diese Veranstaltung kann außerdem mit 30 Ethikpunkten angerechnet werden für die Zertifikate “Ethikum” und “Ethik im Kontext Künstlicher Intelligenz”.
Was ist eigentlich unser Bewusstsein? Wie entsteht es? Was unterscheidet es von anderen Bewusstseinsformen? Und warum können wir es nicht messen? Im Zeitalter künstlicher Intelligenz wird nicht nur die Frage nach der Ontologie der Intelligenz selbst neu gestellt, sondern auch nach der unseres eigenen Bewusstseins. Doch diese Debatte führt uns tief in den Kaninchenbau der eigenen Begriffe.
Jahrtausenden der Geistesgeschichte gibt es auch heute weder allgemeingültig akzeptierte Definitionen von Bewusstsein noch trennscharfe Abgrenzungen zu anderen Bewusstseinsformen. Mit der Frage unseres Bewusstseins stellt sich auch die Frage nach seiner Entstehung aus Materie. Das Technikbeispiel der Brain-Computer Interfaces zeigt hier eine Limitation, denn obwohl „BCIs“ nahezu sämtliche Hirnprozesse messbar machen, bleibt die „Erste-Person-Perspektive“ unzugänglich, und der „epistemic gap“ erscheint unüberwindbar. Weder dualistische Ansätze, die am Leib-Seele-Problem festhalten und Körper und Geist als zwei getrennte Sphären betrachten, noch die monistische Alternative, die keinerlei Trennung zwischen dem Physischen und Mentalen vornimmt, konnten bislang dieses „harte Problem des Bewusstseins“ (nach David Chalmers) widerspruchsfrei auflösen. Handelt es sich vielleicht gar nicht um eine technologisch lösbare Problematik, sondern könnte dieser Unzugänglichkeit der subjektiven Sphäre der Qualia möglicherweise eine noch unerforschte physikalische Gesetzmäßigkeit zugrunde liegen? Die Lehrveranstaltung geht der Spur des Bewusstseins bis in die Anfänge der Geistesgeschichte nach, um neue Impulse und mögliche Antwortversuche auf dieses „große Welträtsel“ (nach Emil du Bois-Reymond) zu erarbeiten und dadurch eine eigene, fundierte Perspektive auf die Frage nach Bewusstsein in Maschinen zu entwickeln.
Referent: Dr. Dr. Johannes Lierfeld
Wann?
Donnerstag, 22.10.2026, 15:20 Uhr - 18:30 Uhr
Freitag, 23.10.2026, 15:20 Uhr - 18:30 Uhr
Donnerstag, 05.11.2026, 15:20 Uhr - 18:30 Uhr
Freitag, 06.11.2026, 15:20 Uhr - 18:30 Uhr
Wo? Das Seminar findet parallel online und vor Ort an der TH Mannheim, John-Deere-Str. 81, Gebäude V statt. Studierende der TH Mannheim werden vorrangig auf die Präsenz-Plätze gebucht.
Was gibt es? Philosophische Diskussionen zum Thema “Bewusstsein”