VFD-KC - Kitchen Collective

VFD-KC - Kitchen Collective

Ein offenes Angebot der Fakultät für Gestaltung (Fakultät D).

Diese Veranstaltung ist eine projektbasierte Arbeit, die kollektiv, anti-hierarchisch, konsensbasiert und konvivial organisiert ist. Das Projekt (siehe unten) ist eng mit der Arbeit in der Veranstaltung "KAL - Common Space" (Kontext- oder Vertiefungsmodul, siehe oben). Für größte Synergien empfiehlt es sich, auch die andere Veranstaltungen zu belegen, es ist aber nicht notwendig.

Weitere Informationen

Anmeldung per E-Mail an m.klenk@th-mannheim.de

Die Anmeldung erfolgt im Zeitraum vom 1. September bis zum 18. September 2026.

Zielgruppe

Hörer:innen aller Fakultäten und aller Fächer, Semester 3-7

Investment

4 SWS

Studien-/Prüfungsaufwand 150 h (45 h Präsenz, 45 h Vor- und Nachbereitung, 60 h Prüfungsleistung)
Art der Prüfungsleistung: Referat, Hausarbeit, Praktische Arbeit

 

Wie oft findet das Angebot statt?

Präsenz: zweiwöchentlich Mittwochs, ca. 17:00 bis ca. 19:30 Uhr,

gelegentliche Teilnahme an den öffentlichen Vortragsterminen in der Kunsthalle an drei ausgewählten Dienstagen, 15:30 - 18 Uhr,

sowie einzelne Zusatztermine zum Umbau nach Absprache. 

Detaillierte Inhalte des Angebots

Der Begriff Commons bezeichnete ursprünglich Ressourcen wie Land, Wasser, Wald, usw. die von allen genutzt und nicht zu privatem oder staatlichem Eigentum gemacht werden können. In den letzten Jahrzehnten wurde der Begriff aber auch auf kulturelle Ressourcen wie etwa Sprache, Wissen, Technologien, usw. jenseits von Markt und (wohlfahrtsstaatlichen) Institutionen erweitert. Bei all dem geht es jedoch nicht so sehr um die Ressourcen als materielle oder geistige Sachen selbst, sondern um den Prozess, die gemeinschaftliche Praxis der Erzeugung, Pflege und Nutzung der Commons. Es ist daher eher von Commoning als einer Praxis dieser Pflege und als Orientierung und Haltung zu sprechen.
Im Wintersemester wenden wir uns am Gegenstand des Common Space dieser Praxis des Commoning als einem experimentellen Arbeitsraum im Themenbereich der Konvivialität zuwenden. Raum wird dabei nicht nur als Ressource und Commons verstanden, sondern auch als Werkzeug, Ergebnis von Alltagspraxen, als sozial und kulturell geformtes Werkzeug der gesellschaftlichen Transformation
In Zeiten der zunehmenden Entfremdung der Menschen von ihrem Leben, der Arbeit, der Umwelt und untereinander, in Zeiten der zunehmenden Faschisierung und Spaltung des öffentlichen Raums, suchen wir konkrete, wirkliche Erfahrungsräume für Alternativen. Mit künstlerischen, aktivistischen und forschenden Methoden sollen dabei am Gegenstand des Common Space Praxen und Interventionen analysiert, und eigene entwickelt und umgesetzt werden.

Das Projekt im Wintersemester 2026/27: 
Im Zentrum der Arbeit in dieser Veranstaltung steht ein Projekt: die Umgestaltung der Küche (aka Fachschaftszimmer) im Gebäude der Fakultät. Wir arbeiten konzeptionell, imaginativ, sozial und handwerklich an Raum und Küche als Idee und konkretem Raum. Wie kann ein Raum entstehen, der der Gemeinschaft aller zur Verfügung steht? Wie könnte ein Nutzungskonzept entstehen, das auch die gemeinschaftliche Sorge und Pflege des Raums leisten kann? Für wen müsste der Raum wie geschaffen werden, dass das Miteinander, die Gemeinschaft, der freie Austausch und Solidarität untereinander gestärkt werden kann? Und wie lässt sich von hier aus das Commoning als gelebte Praxis und Haltung an der Fakultät (und darüber hinaus) weiterdenken, üben und fördern?

Bitte beachten: Die Veranstaltung bildet Synergien mit den Veranstaltungen zu Tools for Conviviality aus dem Wintersemester 25/26 und im Sommersemester 2026 sowie engste Verbindungen mit der Veranstaltung zum Thema "Common Space" im Wintersemester 2026/27. Der Besuch dieser Veranstaltungen ist allerdings keine Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Vertiefungsveranstaltung. Für Voraussetzungen siehe bitte den Abschnitt "Aufgaben und Prüfungsleistungen" unten.
 

Ziele des Angebots

Lektüre einzelner Texte; Kenntnis von künstlerischen Positionen zum Thema Essen; Entwicklung eigener künstlerisch-forschender Zugänge zum Thema; experimentelle Erforschung von Gemeinschaft, Fürsorge, Miteinander; explorative Zugänge zu aktuellen gesellschaftlichen Großthemen; zentrale 'future skills'

Methoden

Die aktive Teilnahme ist zentraler Teil der Aufgaben und Prüfungsleistung, die Prüfungsleistung entsteht in begleitender praktischer Arbeit. Der Kurs erfordert die Bereitschaft, füreinander zu sorgen, Interesse an konsensbasierten Gruppenprozessen, Aufgeschlossenheit gegenüber experimentellen Methoden der künstlerischen Arbeit in sozialen Bereichen, commitment und ein Interesse an Praxen des Commoning. Handwerkliche Fähigkeiten sind von Vorteil, aber keine Bedingung.

Kursart

Präsenzveranstaltung, Vortragsteilnahme, Teilnahme am Umbau

Ansprechperson

Prof. Dr. Moritz Klenk
Fakultät für Gestaltung
Gebäude Z, Raum R 054
m.klenk@th-mannheim.de