In der künstlerischen, gestalterischen oder wissenschaftlichen Arbeit geht es meist um das Werk, das Produkt oder den fertigen Text als Ergebnis. Die Arbeit und Praxis als ein Prozess mit Zwischenstufen, offenen Fäden, als eine Praxis des Suchens und Tastens werden retrospektiv oft wenig beachtet. Geht man noch weiter zurück, dann wird es ganz dunkel...
In diesem Semester beschäftigen wir uns mit: der Vorbereitung!

Anmeldung per E-Mail an m.klenk@th-mannheim.de
Die Anmeldung erfolgt im Zeitraum vom 1. September bis zum 18. September 2026.
Hörer:innen aller Fakultäten und aller Fächer, Semester 3-7
Voraussetzungen: Mut, Verwegenheit, Experimentierfreude, Begeisterung für experimentelles, künstlerisch-forschendes und lebenspraktisches Arbeiten und das Interesse, sich mit dem Phänomen der Vorbereitung zu beschäftigen.
2+2 SWS
Studien-/Prüfungsaufwand 150 h (45 h Präsenz, 45 h Vor- und Nachbereitung, 60 h Prüfungsleistung)
Art der Prüfungsleistung: Praktische Arbeit
wöchentliche Vorlesung und Seminar, Montags 15:30-18:30 (Vorlesung + Praxis)
Die Vorbereitung wird in breiter Perspektive in den Blick genommen: als eine (experimentelle) Praxis, eine zeitliche Orientierung, eine Art Haltung und Einstellung, als Kulturtechnik, als Trick, als (allgemein?) menschliche (?) Fähigkeit, usw. Wir suchen Formen der Praxis der Vorbereitung auf unterschiedlichen Gebieten: von anthropologischen Grundlagen zu künstlerischen, wissenschaftlichen und gestalterischen Kontexten; von der Projektifizierung bis zur Kultur der prepper; von der Prokrastination zur unendlichen Vorbereitung.
Und klar: wir bereiten uns vor. Worauf? Wir werden sehen. Die Arbeit zur Vorbereitung ist zugleich eine Einübung in die Praxis und Reflexion der Vorbereitung. Wie lässt sich die Vorbereitung bestimmen, abgrenzen, verstehen? Welche methodischen Zugänge bräuchte man, um sie überhaupt in den Blick zu bekommen, statt immer nur vom Ergebnis her zu denken? Wie unterscheiden sich Vorbereitungen auf unterschiedlichen Gebieten? Wie lässt sich die Praxis der Vorbereitung radikalisieren? Kann Vorbereitung ein Trick sein, eine Technik, eine List?
Die Veranstaltung besteht aus Vorlesung und Seminar, die nur gemeinsam belegt werden können. Die Vorlesung arbeitet an theoretischen und praktischen Fragen der Vorbereitung am konkreten Fall der eigenen Arbeit. Das Seminar arbeitet darauf aufbauend mit eigenen experimentellen Versuchen und gemeinsamer Diskussion.
Kenntnis und (Ein)Übung experimenteller Verfahren und Ansätze zwischen Kunst, Wissenschaft und Lebenswelt; kulturwissenschaftliches Reflexions- und Analysevermögen; philosophische, methodologische und kritische Reflexion gestalterischer Prozesse; sprachlich-begriffliches und künstlerisch-fragendes Darstellungsvermögen gegenwärtiger sozialer und kultureller Zusammenhänge; Fähigkeit zu Kultur- und Ideologiekritik;
Vor- und Nachbereitung, Lektüre, praktische Übungen, Textaufgaben, Versuchsreihen; Prüfungsleistung: Praktische Arbeit
Präsenz, Vorlesung plus Seminar
Prof. Dr. Moritz Klenk
Fakultät für Gestaltung
Gebäude Z, Raum R 054
m.klenk@th-mannheim.de