Common Space (Tools for Conviviality III)

Common Space (Tools for Conviviality III)

Ein offenes Angebot der Fakultät für Gestaltung (Fakultät D).

"To speak of the commons as if it were a natural resource is misleading at best and dangerous at worst—the commons is an activity and, if anything, it expresses relationships in society that are inseparable from relations to nature. It might be better to keep the word as a verb, an activity, rather than as a noun, a substantive." 
(Linebaugh, 2008. The Magna Carta Manifesto: Liberties and Commons for All, p. 279)


Der Begriff Commons bezeichnete ursprünglich Ressourcen wie Land, Wasser, Wald, usw. die von allen genutzt und nicht zu privatem oder staatlichem Eigentum gemacht werden können. In den letzten Jahrzehnten wurde der Begriff aber auch auf kulturelle Ressourcen wie etwa Sprache, Wissen, Technologien, usw. jenseits von Markt und (wohlfahrtsstaatlichen) Institutionen erweitert. Bei all dem geht es jedoch nicht so sehr um die Ressourcen als materielle oder geistige Sachen selbst, sondern um den Prozess, die gemeinschaftliche Praxis der Erzeugung, Pflege und Nutzung der Commons. Es ist daher eher von Commoning als einer Praxis dieser Pflege und als Orientierung und Haltung zu sprechen.
 

Bitte beachten: Die Veranstaltung bildet Synergien mit den Veranstaltungen zu Tools for Conviviality aus dem Wintersemester 25/26 und im Sommersemester 2026 sowie enge Verbindungen mit der Veranstaltung zum Thema Hosting im Wintersemester 2026/27. Der Besuch dieser Veranstaltungen ist allerdings keine Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Vertiefungsveranstaltung. 
 

Weitere Informationen

Anmeldung per E-Mail an m.klenk@th-mannheim.de

Die Anmeldung erfolgt im Zeitraum vom 1. September bis zum 18. September 2026.

Zielgruppe

Hörer:innen aller Fakultäten und aller Fächer, Semester 3-7

Investment

2+2 SWS

Studien-/Prüfungsaufwand 150 h (45 h Präsenz, 45 h Vor- und Nachbereitung, 60 h Prüfungsleistung) 
Art der Prüfungsleistung: Praktische Arbeit (zusammen mit dem Seminar)

Wie oft findet das Angebot statt?

wöchentlich Dienstags, 15:30 - ca. 18:30 Uhr 

Detaillierte Inhalte des Angebots

Im Wintersemester wenden wir uns am Gegenstand des Common Space dieser Praxis des Commoning als einem weiteren experimentellen Arbeitsraum im Themenbereich der Konvivialität (siehe Veranstaltung KAL – Hosting) zuwenden. Raum wird dabei nicht nur als Ressource und Commons verstanden, sondern auch als Werkzeug, Ergebnis von Alltagspraxen, als sozial und kulturell geformtes Werkzeug der gesellschaftlichen Transformation
In Zeiten der zunehmenden Entfremdung der Menschen von ihrem Leben, der Arbeit, der Umwelt und untereinander, in Zeiten der zunehmenden Faschisierung und Spaltung des öffentlichen Raums, suchen wir konkrete, wirkliche Erfahrungsräume für Alternativen. Mit künstlerischen, aktivistischen und forschenden Methoden sollen dabei am Gegenstand des Common Space Praxen und Interventionen analysiert, und eigene entwickelt und umgesetzt werden.
In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim sowie Künstler:innen und Aktivist:innen aus verschiedenen Städten, die sich mit städtischen Raumfragen und der Praxis des commoning in ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigen, werden wir Ausflüge in die Stadt Mannheim und ihre Umgebung, zu Orten gesellschaftlicher Begegnung und Aushandlung unternehmen und dabei an eigenen Fragen des Commoning und der Öffnung arbeiten.

Ziele des Angebots

Lektüre einzelner Texte; Kenntnis von künstlerischen Positionen zum Thema Essen; Entwicklung eigener künstlerisch-forschender Zugänge zum Thema; experimentelle Erforschung von Gemeinschaft, Fürsorge, Miteinander; explorative Zugänge zu aktuellen gesellschaftlichen Großthemen; zentrale 'future skills'

Methoden

Die aktive Teilnahme ist zentraler Teil der Aufgaben und Prüfungsleistung, die Prüfungsleistung entsteht in begleitender praktischer Arbeit. Der Kurs erfordert die Bereitschaft, füreinander zu sorgen, Interesse an konsensbasierten Gruppenprozessen, Aufgeschlossenheit gegenüber experimentellen Methoden der künstlerischen Arbeit in sozialen Bereichen, commitment und ein Interesse an Praxen des Commoning.

Kursart

Vorlesung, Assembly, Seminar in Präsenz. Die Veranstaltung findet auf dem Gelände der Hochschule sowie an unterschiedlichen Orten in Mannheim und Heidelberg statt. 

Ansprechperson

Prof. Dr. Moritz Klenk
Fakultät für Gestaltung
Gebäude Z, Raum R 054
m.klenk@th-mannheim.de